Abschluss der Hoffmann-Restaurierung

Der Besitzer hat sein Motorrad wieder abgeholt.

Zuvor gab es jedoch noch die befürchtete Überraschung: Bei der geplanten längeren Probefahrt schlug die Zündspule durch. Es konnte zwar schnell Ersatz beschaft werden – vorsichtshalber wurden neben der Zündspule auch noch der Kondensator und der Kerzenstecker erneuert – aber der geplante Übergabetermin musste verschoben werden.

Die Lehre daraus ist: Gerade bei der Elektrik sollte nie dem äußeren Anschein getraut werden – Messungen sind unumgänglich. Und – das trifft hier allerdings nicht zu – nie solchen Aussagen vertrauen: „Lief bis zuletzt einwandfrei…“ Der berühmte Zahn der Zeit nagt auch an mancher Isolierung.

Das Ende naht…

Die Montage der ILO-Hoffmann ist abgeschlossen, die technische Abnahme ist auch erledigt – jetzt folgt noch etwas Feinarbeit. So muss noch mittels Probefahrten der Vergaser eingestellt werden, nach den ersten Fahrten sind alle Schrauben noch einmal nachzuziehen und vielleicht gibt es noch die eine oder andere Überraschung…

Seltene Mischung

Je weiter die Arbeiten voran schreiten, um so interessanter wird die Geschichte. Die Maschine ist Baujahr 1955, in dem Jahr kam für die Hoffmann-Werke der Anschlusskonkurs. Es wurden nur noch Motorräder aus den Materialbeständen gefertigt. Das führte in unserem Fall dazu, dass einige Teile vom Modell „Gouverneur“ verbaut wurden: das Abdeckblech auf dem Rahmen unter dem Fahrersattel, Telegabel mit Alu-Brücken,  2,75″-Felgen an Stelle der 2,25″-Felgen, der Bing-Vergaser 1/24/75 anstatt 1/22/63. Der Motor von ILO, Typ M175H,  Bj. 1954(!) basiert auf dem Motor M200, zu sehen an der eingebauten (aber nicht verwendeten) Ganganzeige, dem klappbaren Kickstarter und nur einem Auspuff (eigentlich zwei an der 175er).

Hallo Zweiradfreunde!

Hier wird es demnächst Berichte über Restaurierungen von „alten“ Zweirädern, also Fahrräder, Mopeds und Motorrädern, geben. Dazu ist vorgesehen, die Arbeiten zu beschreiben und Bilder zu zeigen. Alle Arbeiten werden als Hobby ausgeführt, allerdings nunmehr seit über 30 Jahren. Somit kommen einige Erfahrungen zusammen. Die Besucher der Seite können hier „abgucken“ und müssen also die Fehler nicht selbst noch einmal machen.

Helfende Hinweise, aber auch Anfragen werden jederzeit gern entgegengenommen, können aber nicht immer sofort beantwortet werden.

Schließlich habe ich ja noch einen Beruf oder bin im Keller…